Langlebig. Belastbar. Temperaturbeständig.
Metall-Silikon-Verbindungen
Metall-Silikonverbindungen bezeichnen meist keine chemischen Legierungen, sondern mechanische oder stoffschlüssige Verbundbauteile aus Metall und Silikon. Sie vereinen die hohe Stabilität und Festigkeit von Metallen mit der Elastizität, Temperatur- und Witterungsbeständigkeit von Silikon.
Typische Verbindungsarten
Beschichtungen: Metallteile (z.B. Bleche) werden mit einer dünnen Silikonschicht überzogen, um sie vor Korrosion, Hitze oder elektrischer Spannung zu schützen.
Verbundbauteile (Mehrkomponenten-Spritzguss): Silikon wird direkt an ein Metallteil angespritzt oder anvulkanisiert.
Mechanische Dichtungen: Silikonstreifen oder -ringe werden in Nuten von Metallgehäusen eingelegt oder verklebt, um diese sicher abzudichten.
Häufige Anwendungsbereiche
Automobil- und Maschinenbau: Vibrationsdämpfer, Motordichtungen, Membranen und Schläuche, die hohen thermischen Belastungen ausgesetzt sind.
Elektrotechnik: Gekapselte Bauteile (z.B. Sensoren) oder elektrisch isolierende Ummantelungen auf Metallträgern.
Medizintechnik und Haushaltsgeräte: Dichtungen, die flexibel, lebensmittelecht und leicht zu reinigen sind.
Vorteile der Materialkombination
Extreme Haltbarkeit: Die resultierenden Bauteile sind beständig gegen UV-Strahlung, Ozon, Alterung und viele Chemikalien.
Temperaturresistent: Silikon verliert seine Eigenschaften auch bei extremen Kälte- oder Hitzeeinwirkungen (oft zwischen -50 °C und +200 °C) kaum.
Formschlüssige Kraftübertragung: Komplexe Geometrien lassen sich exakt abbilden, sodass das Silikon in Hohlräume und Ecken des Metalls greift.